Anja on Tour

Mentoring: Vermasselter Abend mit Kurt Beck – Der dritteTermin mit Heinz

04. März 2009
Eigentlich sollte alles ganz toll werden, doch leider läuft manches nicht so, wie ehofft. So auch dieser Tag nicht. Auf dem Weg nach Mainz erklärte mir Heinz, dass wir nicht den kompletten Abend mit Kurt Beck besuchen würden, da er noch einen anderen Termin habe. Na ok, wenigstens etwas würde ich von der Veranstaltung mitbekommen. In Mainz angekommen hatte ich dann aber auf einmal ganz schön viel Freizeit und konnte in der Stadt herumlaufen, bis zum Treffen mit Heinz im Landtag um 14 Uhr. Eigentlich dachte ich, ich könnte mir mal sein Büro ansehen, aber na ja. Wie der Ochs vorm Berg ging ich dann einfach mal los in die Stadt, in den Dom und ein bisschen an der Rheinpromenade entlang. Ein Glück, war das Wetter schön, sonst hätte ich wirklich ein Problem gehabt. Nach etwas mehr als einer Stunde beschloss ich wieder zurück zum Justizministerium zu gehen und mich dort irgendwo hinzusetzen. Ein Glück hatte ich einen Ortskundigen Bekannten, der mir dann meinen Vormittag rettete. Er lotste mich per Handy zur Landesgeschäftsstelle der SPD. Direkt am Eingang traf ich Dominik Merz, unseren Juso Landesgeschäftsführer, der mir dann mal die Räumlichkeiten zeigte und mich später sogar noch mit ins Rathaus in die SPD Stadtratsfraktion nahm. Auf einmal verging die Zeit wie im Fluge, ich musste wieder zum Landtag, wo ich mich mit Heinz traf und einen Besucherausweis für die Besuchertribüne bekam. Ab und zu grüßten bekannte Minister und Abgeordnete in meine Richtung. Gegen 17 Uhr verließ Heinz den Plenarsaal, worauf ich meinen Platz verließ und ins Foryer ging. Dort traf ich Heike Raab, die mich un weitere Mentees zu einem Getränk im Landtagsrestaurant einlud. Plötzlich kam Heinz an mir vorbei, worauf ich mich bemerkbar machte und er mir sagte, dass er keine Zeit habe und ich bitte um 18:45 Uhr am Justizministerium zu sein hätte. Natürlich war dann der Abend für mich gelaufen… sauer blickte ich ihm nach und fragte mich, warum er mir dann nicht direkt abgesagt hat. Heike versuchte mich zu trösten, was aber leider nicht wirklich gelang. Nun war der Rundgang dran, wir teilten uns in zwei Gruppen auf sodass wir ersteinmal in den Landtag gingen und uns dort alles ansahen. Nach der Stippvisite im Landtag, kam das Abgeordnetenhaus dran, in dem wir uns zuerst den Fraktionssaal der SPD LT Fraktion ansahen und dann ein typisches Abgeordnetenbüro. Interessant :-) . Leider musste ich meine Gruppe auf dem Weg ins Kurfürstliche Schloss verlassen und blieb beim Justizministerium stehen. Dort traf ich den Fahrer von Heinz, der mich zu ihm ins Büro brachte und ich doch noch einen Blick reinwerfen durfte. Damit war der Tag dann auch beendet, ab ins Auto und dann nach Hause, wo noch eine Vorstandsitzung meines OVs auf mich wartete.
Fazit: Leider mangelnde Verständigung, sehr verkorkster, aber doch noch netter Tag. Schade, dass ich so wenig Zeit mit Heinz erbringen konnte. Beim nächsten Mal vielleicht.


Mentoring: World Café – Der zweite Termin mit Heinz

Keine Woche ist vergangen und ich saß schon wieder in Heinz Auto… diesmal auf dem Weg nach Mainz zum World Café. World Café? Was ist das eigentlich, ja.. so ging es uns auch. Nachdem wir dann angekommen waren, bekamen wir unsere Namensschilder und belegten schonmal einen Tisch. Langsam füllte sich der Saal und Heike Raab (Generalsekretärin der SPD RLP) eröffnete die Veranstaltung. Nun bekamen wir auch endlich mal erklärt, was wir nun an all diesen runden Tischen mit den Plakaten und Eddings anfangen sollten.
Funktionsweise World Café:
- 3 Fragerunden in denen jeder die Fragen beantworten sollte
- Pro Runde wechselt jeder außer eine Person den Tisch
- Die Person die am Tisch bleibt ist der “Gastgeber” der auf die
Gesprächsregeln achten sollte
- Ab der 2. Fragerunde werden die wichtigsten Aspekte auf Karten geschrieben
- Jede Fragerunde dauerte jeweils 30 Minuten mit Vorstellung der einzelnen Mitglieder

Nun konnte es also losgehen.. und wie sollte es anders sein, bot ich mich als Gastgeber an und wurde von meinen lieben Mentees und meinem (noch eigenen) Mentor bestätigt.
Die erste Fragerunde hatte folgende Fragen:

  1. Welche Motivation habe ich an dem Programm teilzunehmen?
  2. Welche Erfahrungen habe ich in den letzen 4 Monaten gemacht

Nachdem sich jeder kurz mit Name, Alter, Beruf und Wohnort vorgestellt hatte, kamen wir zur Diskussion.
Die wichtigsten Resultate der 30 minütigen Diskussion waren unter anderem

  1. Von und miteinander lernen, Politik LIVE erleben und mitgestalten, Netzwerke bilden
  2. Es wurden schon ganz gute Erfahrungen gemacht, man hat sich getroffen und weitere Aktionen geplant, jedoch bei einigen war auch leider noch nichts passiert

Das größte Problem war jedoch die Entfernungen, die immer zu beliebigen Treffen zurückgelegt werden musste

In Diskussionsrunde zwei ging es um folgende Fragen:

  1. Ist das Programm gut, um umfassende Einblicke in den Arbeitstag eines Politikers zu gewinnen?
  2. Kann man mit diesem Programm den politischen Nachwuchs fördern?

Das selbe wie bei der ersten Runde, erst kurze Vorstellung und dann ging es ans eingemachte,

  1. Man kann durch längere Begleitung schon etwas vom Arbeitstag kennenlernen, aber nicht alles, da nicht jeder Tag gleich ist. Mit einem Tag im Büro ist es nicht getan. Durch Gespräche mit dem Mentor kann man einiges erfahren und auch vieles lernen.
  2. Die Motivation muss von einem selber kommen, wenn man sich engagieren will, macht man richtig mit und wird auch dementsprechend gefördert. Zudem kommt es immer auf die Zeit an, die der Mentor in dieses Programm investieren kann.

Nach dieser Runde gab es erst einmal ein Süppchen mit Würstchen zur Nervenstärkung. Nebenher konnte man natürlich interessante Gespräche führen und neue Kontakte knüpfen.
Ich nutzte meine Pause, um Heike meine Hilfe in der Wer kennt wen Gruppe Mentees 09 anzubieten, die sie gerne annahm.

Nicht lange gefackelt ging es auch schon in die abschließende 3. Runde:

  1. Welche Unterstützung erwartet ihr von euren Mentoren im Programm?
  2. Welche Ideen könnt ihr selber einbringen?

Das selbe Schema wie die beiden Runden davor… man hatte sich also dran gewöhnt.

  1. Kontakte und Wissen vermitteln, Einblicke in das Politikfeld des Mentors bekommen
  2. Durch offene Kommunikation zwischen Mentees und Mentoren können die folgenden Mentoringprogramme von den erworbenen Erfahrungen profitieren und verbessert werden.

Nun war diese Phase auch vorbei, die Mentoren (ja, NUR die Mentoren) hatten Pause, während wir noch eine letzte Aufgabe bekamen. Wir sollten uns zu zweit zusammentun und zu folgenden Fragen Antworten finden:

  1. Was ist für mich ein Zukunftsthema?
  2. Bei welchem Thema möchte ich mich in Zukunft engagieren?

10 Minuten dauerte es noch nichtmals, bis wir alle unsere Antworten an die Stellwände geheftet hatten und wieder auf unseren Plätzen saßen. Diese Fragen waren zur Orientierung für den Landesverband, der daraus weiteres erarbeiten wird.

Als alle, auch die Mentoren, wieder saßen, wurden alle sieben “Gastgeber” mit den Kärtchen, die während der Runden geschieben wurden nach vorne gerufen. Nun sollten wir unsere Ergebnisse nacheinander präsentieren. Ich machte den Anfang, obwohl ich auf einmal irgendwie richtig aufgeregt war.. doch was solls.. wer in die Politik will, muss auch Reden halten. Kaum das ich mich versah, war ich auch schon fertig und die anderen Gastgeber kamen mit ihren Ergebnissen zum zuge.

Aus all den zusammengetragenen Ergebnissen wird nun eine Art Leitfaden entwickelt, der im weiteren Verlauf des Mentoringprogramms umgesetzt werden wird. Nun blieb nur noch der Dank an alle, die sich beteiligt hatten und natürlich an die Organisatoren Clemens Hoch (der leider nicht anwesend sein konnte) und David Langner. Der nächste Mentoringprogramm Termin, der diesmal hoffentlich mit allen Mentoren und Mentees stattfinden wird, ist am 04.03 in Mainz im Kurfürstlichen Schloss mit Kurt Beck.

Nun war auch dieser Termin zuende und wir machten uns auf den Weg nach Hause.

Fazit: Neue Leute kennengelernt, vieles gelernt, eine Menge Spaß gehabt und auch noch ein paar nette Stunden mit den Mentoren. Was will man mehr?

Anmerkung: Das erste Bild wurde von Sven Hartmann gemacht :-)


Ein feuriger Landesparteitag

Am 13.09.08 war es so weit.. mein erster Landesparteitag in Mainz in der Phönix Halle. Nachdem wir endlich mal die Halle gefunden hatten, mussten wir durch den strömenden Regen noch zum Eingang schwimmen. Na toll und schon waren meine Füße nass, der Tag fing ja schon gut an. Nachdem ich meine Gastausweis für den Parteitag hatte, holte ich noch meinen Delegiertenausweis für die Landesdelegiertenkonferenz “Europa” ab und dann ging es los. Meinen Platz auf der Gästetribühne eingenommen, betrachtete ich das muntere Treiben in der großen Halle. Nach dem das übliche abgehandelt worden war, kam Kurt herein. Ein tosender Applaus und standing ovation brach los, während Kurt sich seinen Weg zur Bühne bahnte. Mit “Kurt” Schildern und sonstigen Bannern bekundeten die Genossen ihre Solidarität. Es war wirklich super Teil des ganzen zu sein. Kurts Rede war super, es ging u.a. um Bildungs-, Energiepolitik etc. Während seiner Rede fing es plötzlich an zu brennen. Ein kleiner Kabelbrand, der jedoch bei der Auskleidung der Halle, schnell hätte größer werden können. Kurt bat uns alle die Halle aus Sicherheitsgründen zu verlassen, jedoch da war der kliene Brand schon gelöscht und wir konnten uns wieder auf unsere Plötze setzen. “Dann kann ich ja nun mit meiner brennenden Rede fortfahren” schlass Kurt wieder an seiner Ursprungsrede an und bekam nach dieser begeisterten Applaus.

Eigentlich sollten alle Wahlen mit Stimmgeräten durchgeführt werden, doch da hatte sich mal wieder ein Fehlerteufel eingeschlichen, sodass wieder per Stimmzettel abgestimmt werden sollte. Kurt wurde mit über 99% als Landesvorsitzender bestätigt, was ja wohl die Solidarität (wenigstens im eigenen Bundesland) aufzeigt. Wir sind froh, dass wir unseren Kurt wiederhaben!

Ein weiteres Highlight war der Start des Mentoringprogramms, bei dem ich mich auch beworben hatte und genommen wurde. Nach einem Gruppenfoto lernte ich auch meinen Mentor, den Justizminister von Rheinland Pfalz, kennen. Nach einem kurzen Gespräch ging es dann auch bald mit der LDK los. Leider konnte ich nicht sehr viel davon mitbekommen, da ich für die MPZK vorgeschlagen war. Nach Ende des Parteitages bedankte Kurt sich nochmals bei uns MPZKlern. Nachdem ich meine Liste zuende gezählt hatte, ging es auch für mich wieder ab nach Hause.

Fazit: Es war sehr interessant, ich habe neue Leute kennengelernt, viele Informationen mitgenommen (ich mag das kostenlose Infomaterial) und wiedereinmal gemerkt, wie viel Zusammenhalt in der rlpler SPD steckt.


Veröffentlicht in Kurt Beck, Landesparteitag, Mainz, SPD

Bierdeckel, Mainz, Wowi- Mein Eintritt in die SPD

Es war eigentlich ein ganz normaler Tag..
Nein, eigentlich doch nicht… etwas war anders.
22.03.06 irgendwas war doch, stimmt… an dem Abend sollte ich etwas tun, was mein ganzes Leben verändern würde.

Doch erst mal Schule.. Test schreiben… obwohl ich mich irgendwie nicht richtig konzentrieren konnte. Dies hatte folgenden Grund..
Abends würde ich mein (damals einziges) Vorbild treffen.. Klaus Wowereit.
Die Stunden nach der Schule vergingen irgendwie nicht soo schnell.. doch irgendwann kam meine Bekannte aus Mainz (an dieser Stelle viele Grüße und noch mal danke ;) ) und holte mich ab.
In Mainz angekommen lernte ich erst einmal einige Mitglieder ihres OVs kennen und ich überlegte mit tatkräftiger Hilfe (auch liebe Grüße an ihn) eines Genossen ein paar Fragen an Wowi. Ich hatte mir überlegt ein Referat über diesen Abend in meiner Klasse zu halten und da wollte ich doch auch was zu bieten haben ;)
Alles war soweit ich mich erinnern kann eine Wahlkampfveranstaltung (Personen, die anwesend waren, können mich gerne berichtigen ;) ) für Kurt Beck. Jedoch unterstützte Wowi hier Doris Ahnen ganz besonders.
Lange brauchten wir nicht zu warten… Wowi, Doris und Klaus Hammer betraten den Saal und gingen auf die Bühne. Es war alles als Talkrunde aufgezogen, es gab 3 Themenblöcke, zu dem jeder Fragen beantworten musste und somit konnte ich viele interessante Informationen für mein Referat daraus gewinnen. In der ersten Pause ging ich mit meinem Genossen zur Bühne, worauf Wowi zu uns herunter kam und ich ihm u.a. die Fragen stellen konnte. Es war schon komisch einen Politiker, den man sonst nur aus dem TV kennt mal hautnah neben sich stehen zu haben. Aber es war klasse!! Nach meinem Kurzinterview ging es dann weiter mit Block 2 und 3, nachdem alles leider vorbei war. Dachte ich…

Wir redeten noch kurz mit ein paar anderen Genossen und gingen dann in das nebenan liegende Lokal. und wer grinste uns da an als wir zur Tür reinkamen? Richtig.. der Herr Wowereit..
Ich folgte den anderen durch den Raum, wo wir uns an einen Tisch setzten und u.a. über den Abend philosophierten. Irgendwann fragte mich meine Bekannte, ob ich denn nicht endlich beitreten wolle, worauf ich einwilligte. Leider hatte keiner an unserem Tisch ein Eintrittsformular dabei, so wurde direkt mal zu Wowis Tisch gegangen und nachgefragt… neugierige Blicke.. alle starrten mich an. Da diese auch keins hatten, nahmen wir einen Bierdeckel, auf den ich die nötigen Daten schrieb.
Es ging danach alles ganz schnell.. ich weiß nur noch, wie ich plötzlich an Wowis Tisch stand.. alle standen, Wowi kam zu mir, gab mir die Hand und sagte: “Hiermit darf ich Dich offiziell begrüßen. Willkommen in der SPD, Anja!” Hände wurden geschüttelt… als sich alles etwas beruhigt hatte, konnte ich nochmals mit Klaus sprechen. Bevor wir (es muss so kurz nach halb 1 gewesen sein) losfuhren, wünschte er mir noch viel Glück.
Auf ein baldiges Wiedersehen!

Um halb 3 war ich zu Hause und um halb 6 musste ich wieder raus..
Fazit: Ich habe es bis jetzt nie bereut.


Veröffentlicht in Klaus Wowereit, Mainz, SPD, Wahlkampf
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