
<!– /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal {mso-style-parent:""; margin:0cm; margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 {size:595.3pt 841.9pt; margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; mso-header-margin:35.4pt; mso-footer-margin:35.4pt; mso-paper-source:0;} div.Section1 {page:Section1;} -Schon im Januar ging es los… nach einem schönen Neujahrsempfang mit Sabine und Malu Dreyer in Altenkirchen musste ich kaum eine Woche später in den Wahlkampf nach Frankfurt. Was ich dort gelernt habe, hat mich im ganzen Jahr begleitet und sollte mir auch noch von großem Nutzen sein. Gemeinsam konnte man wirklich sehr viel erreichen und ich habe viele neue Leute kennen gelernt. Diese Power, die uns während der ganzen Tage angetrieben hatte, fand am Wahlabend im hessischen Landtag ihren Höhepunkt. Das Resultat dieses Abends werde ich jedoch hier nicht
kommentieren. Im Februar kam dann mein erstes Amt, ich wurde zur stellvertretenden Sprecherin der Jusos im Kreis Neuwied gewählt und konnte endlich einmal meine Ideen einbringen. Zudem war ich auch noch als stellvertretende Delegierte für die ganzen Konferenzen gewählt. Der März folgte mit unserem traditionellen Bürgerempfang der SPD im Asbacher Land. Gäste waren neben Sabine, Renate Pepper MdL und Landrat Rainer Kaul. Wie immer war es gut besucht und die Bürger konnten mit den Politikern vor Ort ins Gespräch kommen.
Natürlich richtete Sabine wieder ihr „Sabine trifft…“ aus, wobei es diesmal um Landwirtschaft ging, wozu Astrid Klug referierte. Nach dem Wahlkampf in Hessen kam die Idee auf, ein deutschlandweites Wahlkampfnetzwerk zu gründen, von dem ich Vorsitzende werden sollte. Mit einem Konzept im Gepäck fuhren ich und Max nach Berlin, wo wir im Willy Brandt Haus die Idee in trockene Tücher wickelten und realisierten. Die Volunteers4Germany waren somit gegründet. Weiter bestärkt ging es in den Mai, in dem ich in der JHV meines Ovs zur Beisitzerin und Delegierten gewählt wurde. Die erste Delegation ließ nur 11 Tage auf sich waten, war aber jedoch von den Jusos. Es fehlten Leute, also fuhren wir zu
dritt nach Ludwigshafen, um auf der a.o Lako den LaVo zu erweitern. Zu der Zeit hatte ich gerade meine Abschlussprüfungen, die ich erfolgreich mit Fachabitur und meiner Berufsausbildung abschloss. Im Juni wurde ich von der nrwler MdL Renate Hendricks in den Landtag eingeladen, da ich mich bei Jugendparlament NRW beworben hatte und nicht genommen wurde. Dort begegnete mir auch u.a. Hannelore Kraft. Es ist immer wieder interessant, wen man alles so trifft. Zwei Jusos, mit denen ich 2006 in Berlin für Wowi Wahlkampf gemacht hatte, traf ich auch wieder.
Es war mal wieder soweit Sabine traf diesmal Dr. Richard Auernheimer (leider habe ich das genaue Thema vergessen). Der Juli war gefüllt mit Terminen von und mit Sabine. Von einem Besuch bei meinem Schützenverein zum Thema Jugendschutz über einen Termin bei der Wasserschutzpolizei bis hin zur Gründung des neuen Wahlkampfteams. Genauso wie im Juli, war auch der August Sitzungsfreie Zeit, also weiter mit Sabine. Die Eröffnung ihres 4.
Bürgerbüros war natürlich ein großes Highlight, denn wer kümmert sich schon so intensiv um die Bürger. Bei der Kreiskonferenz wurde ich zur Beisitzerin im Kreisvorstand gewählt. So viel war los, das sogar Sabine noch einmal einen Politiker traf und zwar Reinhard Schulz, zum Thema Mittelstandspolitik.
Der September folgte, in dem Sabine mit 97,7% als Bundestagswahl-Kandidatin für den Wahlkreis 198 bestätigt wurde, nun konnte also der Wahlkampf inoffiziell beginnen. Einen Tag später fuhr ich mit ihr nach Mainz auf den Landesparteitag, für den ich delegiert war (bzw nur für die Landesdelegiertenkonferenz Europa). Der Zusammenhalt, der Kurt gezeigt wurde war überwältigend. Das größte Highlight an diesem Tag jedoch war der Start des Mentoringprogramms, für das ich mich beworben hatte. Dort lernte ich meinen Mentor Dr. Heinz Georg Bamberger, den Justizminister von
Rheinland Pfalz kennen. Mit neuen Eindrücken ging es dann in den Oktober, in dem Sabine mit der neuen Veranstaltungsreihe „Sabines Sonntag“ Franz Müntefering nach Unkel einlud, der aus seinem Buch vorlas. Doch nicht nur das was im Oktober, sondern auch die 2 tägige Juso Landeskonferenz in Mainz, auf der unter anderem Franziska Drohsel zu uns sprach. Mit der Zukunftswerkstatt des Kreisvorstandes wurde im November die Themenplanung für den Kommunalwahlkampf eingeläutet und schon einige Schwerpunktthemen herausgearbeitet.
Zum letzten mal für dieses Jahr traf Sabine diesmal im Dezember
Alf Neumann von Greenpeace, der zum Thema Grüne Gentechnik
referierte. Jedoch mein ganz persönliches Highlight in diesem Monat war unbestritten das Essen mit Heinz, bei dem ich die Gelegenheit hatte, ihn etwas näher kennen zu lernen. So geht dieses Jahr auch zuende…. ich habe viel gelernt, viel Verantwortung bekommen und war an sehr vielen Orten. Jedoch ist das schönste immer neue Leute zu treffen. Nun kommt das Superwahljahr, neue Aufgaben, Wahlkampf und viel zu tun. Nebenher kandidiere ich für den Gemeinderat und übernehme die UB Jusos und Heinz wird mir die Justizlandschaft von Rheinland Pfalz näher bringen. Es wird nicht einfach werden, doch wenn wir alle endlich mal zusammenhalten und gemeinsam an EINEM Strang ziehen werden wir auch die Wahlen mit besseren Ergebnissen schaffen. Ich freue mich.
In diesem Sinne.. Einen guten Rutsch
Der Hessenwahlkampf hatte etwas in mir ausgelöst… ich wusste nun , dass es sich wirklich zu kämpfen lohnte. Zusammen konnte man etwas erreichen. Dies war der Grundimpuls, aus dem sich eine große Idee entwickelte. Mein Kumpel Max und ich wollten den durch Hessen gewonnenen Wahlkampfgeist weiter aufleben lassen, so beschlossen wir also eine AG zu gründen. Eine
deutschlandweite Wahlkampf AG, in der alle bereiten Wahlkämpfer innerhalb der SPD und der JUSOS in einer Datenbank erfasst werden sollen und dann beim Wahlkampf besser erreichbar sind. Zu aller erst brauchten wir natürlich ein Konzept, welches wir zusammen entwarfen. Dies war die Grundlage. Nun machten wir uns auf die Suche nach Unterstützern, die durch eine Unterschrift uns bei der Gründung bekräftigen sollten. Hier schonmal ein riesiges Dankeschön an alle, die uns unterstützen!
Mit diesem Konzept und den Unterschriften im Gepäck, ging es nachBerlin ins Willy Brandt Haus zu einem Termin mit Martin Gorholt und Katrin Münch (Geschäftsführer der SPD und der JUSOS). Hier stellten wir unser Konzept vor und leiteten somit alles zur Gründung der Volunteers4Germany ein. Jedoch wurde es keine AG, sondern ein Netzwerk. Nach dem Termin mit den beiden hatten wir einen weiteren Termin. Diesmal mit Sabine Bätzing, meiner Abgeordneten, die sich extra für uns etwas Zeit genommen hatte. Hierfür auch nochmal ein großes Dankeschön an Dich, liebe Sabine

Der erste Auftritt des neu gegründeten Netzwerkes war auf der Landeskonferenz der JUSOS RLP, die uns freundlicher Weise einen Platz in ihrem “Markt der Möglichkeiten” zur Verfügung gestellt hatten. Wir hoffen nun, auf diesem Wege etwas mehr Bekanntheit zu erlangen, damit das Netzwerk sich mit vielen Wahlkämpfern füllt und dies zum Leben erweckt
Falls nun Interesse besteht, oder ihr Informationen benötigt, einfach einen Kommentar hinterlassen und wir kümmern uns drum
Bin Freitags gegen 16 Uhr im Haus der Jugend in Ffm angekommen, leider war noch keiner der Jusos da. Nach und nach trudelten sie aber ein und wir machten uns erst einmal bekannt.
Nachdem dann der Großteil anwesend war, ging es an die Zimmerverteilung und danach aufs Zimmer auspacken. Lange blieb uns keine Zeit, da wir möglichst bald etwas essbares zu uns nehmen sollten, um uns für den Wahlkampfmarathon zu stärken. Gesagt getan. Nach dem Essen war Treffen auf dem “Sky-Deck”, jeder bekam seine Wahlkampfausrüstung ( Kappe, T Shirt, Jacke, Schlüsselband, Pins, Tasche und Unterlagen) und wir bekamen einen Einblick in das Programm von Andrea. Mit Infos und in voller Montur zogen wir zum Parteihaus und bekamen die ersten Anweisungen. Wir wurden in Gruppen auf die vier Autos verteilt und fuhren in verschiedene Stadtbezirke. Dort klebten wir Post it Zettel mit der Aufforderung am Sonntag Andrea zu wählen, an die Briefkästen. Es war irre kalt, unsere Hände waren wie Eisklumpen und es fiel uns schwer die Post its anzukleben. Irgendwann hatten wir dies doch geschafft und wir wurden zum Aufwärmen in eine Kneipe gekarrt
.
Nach einer kurzen Nacht ging es nach dem Frühstück um kurz nach 8 munter weiter. Mit den Autos in Andreas Wahlkreis, wo schon ein paar Presseleute auf uns warteten. Lange dauerte es nicht, bis Andrea persönlich kam und sich erst einmal bei uns bedankte. Nach einer kurzen Autogrammstunde verteilten wir Flyer und sammelten Mindestlohnunterschriften. Kurz verweilt, ab in die Stadt zum Mindestlohnstand und dem Energiebus. Auf der Zeil verteilten wir uns dann und tingelten zwischen den
Anlaufpunkten hin und her. Mit SPD Fahnen bewaffnet, Material und sonstigen kleinen Give Aways forderten wir die Leute auf wählen zu gehen. Eines der Highlights war der Besuch von Peer Steinbrück am Mindestlohnstand. Nach einer Ansprache, der Beantwortung von Fragen und dem Autogramme geben war er auch wieder weg. Da wir schon ca sechs Stunden nichts mehr gegessen hatten, zogen wir wieder los zum Parteihaus. Dort wartete unsere neue Juso- Bundesvorsitzende Franziska schon auf uns und hielt vor dem Essen auch noch eine Ansprache. Etwas
ausgeruht ging es dann wieder auf die Zeil zu unseren Ständen. Mittlerweile war auch Hermann Scheer am Energiebus eingetroffen, der die Fragen der Bürger beantwortete. Ich zog derweil mit ein paar Genossen los, um die CDU ein bisschen zu ärgern… wir gingen mit der Fahne und umgehängten Andrea Wahlplakaten an dem Fischbudenähnlichen Wahlkampfstand vorbei und wieder zurück. Oft wurden wir von Leuten angesprochen, ob man sich nicht komisch vorkäme, mit diesen Wahlplakaten vorm Bauch.. aber nein.. es hat großen Spaß
gemacht. Um noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen, stellten wir uns auf einen Brunnen, mit den Plakaten und den Fahnen und riefen die Leute dort auf, Koch doch endlich mal abzuwählen. In der Dämmerung schritten wir mit wehen Füßen wieder zur Jugendherberge zum Abendessen. Darauf folgte dann wieder eine Post it Aktion, jedoch diesmal in Offenbach.. nur kamen wir dort nicht alle an. Ich war in dem tollen Auto, welches aus irgendwelchen Gründen auf einmal anfing bestialisch zu stinken.. so fuhren wir wieder zum Parteihaus zurück und überlegten was wir nun tun sollten. Ganz einfach, wir gingen zu unserer Juso Patin und schauten uns den Podcast der Nachrichten an.. großer Jubel- wir waren dabei!! (würde in diesen Tagen noch öfters passieren). Nach ca. zwei Stunden ging meine Gruppe dann wieder zur Jugendherberge und
warteten in der Bar (wenn man das so nennen kann). Eigentlich war noch ein kleiner Snack geplant, doch keiner war da.. bis wir irgendwann einen von uns sahen und ihm folgten. Toll.. alle saßen in einem kleinen Raum und aßen und tranken vergnügt. Frisch gestärkt ging es wieder zum Parteihaus zurück.. wir wurden wieder in Gruppen aufgeteilt und begannen die Kneipentour. Meine Gruppe zog mit Turgut Yüksel (einem Kandidaten) los und versuchten unser Material in der Innenstadt loszuwerden. Wir wurden sogar für eine Sekte gehalten, da wir alle die selben
Klamotten anhatten.. nun nannten wir uns “Die YPSIS”. Als nach ca. 1 1/2 Stunden unser Gejammer über schmerzende Füße immer lauter wurde, wollten wir in einer Kneipe dann endlich mal Rast machen.. doch die war zu voll.. die zweite geschlossen und dann blieb uns ein Raucherzelt… Es war trotzdem ganz ok
Gegen kurz vor 2 machten wir uns dann per Taxi auf zur Jugendherberge.

Die Nacht war wieder viel zu kurz.. schnell Frühstück Sachen packen und wieder zum Parteihaus.. Einteilung.. Plakate um den Hals und ab in die Stadt. Werbung laufen… nun waren wir bald wirklich am Ende… nein, wir sind keine Weicheier, aber die Füße waren echt nicht mehr zu spüren!!! Als es endlich wieder zurück ging und wir gegessen hatten, zogen ein paar noch einmal los, um den letzten Rest zu mobilisieren. Ein paar blieben zurück und wir ruhten uns
aus. Gegen 16:30 Uhr ging es dann auf nach Wiesbaden.. mit SPD Fahne zum Landtag. Es war klasse, endlich würden wir mal Live dabei sein..
Die SPD Fraktion war brechend voll.. uns blieb nur ein Platz vor den drei Fernsehern, die drei unterschiedliche Programme zeigten. Vor diesen standen haufenweise Presseleute und Kamerafritzen. Da fiel einem die SPD Fahne auf, die ich in der Hand hielt und ich wurde direkt von mehreren Journalisten ins Auge gefasst. Als dann die erste Hochrechnung unseren Vorsprung bekannt gab.. ging es richtig los.. JUBEL.. und ein Blitzlichtgewitter.. da erblickte man sich ab und zu selber im TV und freut sich wie Bolle. Andrea kam in den Raum, hielt die Ansprache und war auch gleich wieder weg. Nun konnten wir uns über das Essen her machen und statteten dien verschiedenen Fraktionen nach und nach einen Besuch ab. Die Linke saß still
auf den Stühlen.. die Grünen mümmelten Biochips und die FDP diskutierte.. Nach der zweiten Hochrechnung ging ich mit einer Patin in die CDU Fraktion.. Bonzenparty… überall lagen ROLAND Schilder auf dem Boden.. wir nahmen drei und versteckten sie unter unseren T Shirts.. leider wurden wir erwicht und mussten diese wieder abgeben. Doch die CDU hatte ich zu früh gefreut.. ein schlauer Pate hatte sich doch noch eins mopsen können und dies galt nun als unsere Siegestrophäe… Leider mussten wir gegen kurz nach 22 h wieder fahren.. die Internationale pfeifend gingen wir an den FDPlern und an der grinsenden Andrea vorbei. Plötzlich lief einer der Fotografen hinter mit her.. ich hatte immer noch die Fahne.. und er knipste sich die Finger wund. Vor dem Landtag schmetterten wir dann lauthals die Internationale und zogen dann ab. Wieder in Ffm wurden wir, die noch übrig waren, auf die Paten verteilt, bei denen wir schlafen konnten. Ich war bei den Glücklichen, die noch feiern gehen konnten. So feierten wir noch etwas in einer Kneipe, bevor wir dann nach Hause gingen.
Montag Mittag gings dann in voller Montur zurück nach Buchholz
Hier entstand die Idee für die Gründung der Volunteers4Germany
Irgendwann erfuhr ich durch einen Zufall, dass die Jusos Berlin ein Wahlkampfwochenende für Klaus machen wollten. Natürlich meldete ich mich an und wurde an die Jusos aus NRW weitergeleitet, mit denen ich fahren sollte. So war es dann auch..
Freitag Morgen
In Köln war der Treffpunkt… an einem MC Donalds.. aber welchem? Durch herumtelefonieren bekam ich dann den richtigen Treffpunkt raus und die Reise konnte beginnen. Nachzwei Stops, bei denen wir weitere Jusos einsammelten ging es richtig los. Der Teil mit dem Vorstellen.. wer man ist, woher man kommt.. wieso man Wowi unterstützen will .. als einzige aus Rlp wurde ich ausgebuht… ich steh dazu
Das Wahlprogramm der Berliner SPD kam dann noch zur Sprache (na ich kannte die 22 Seiten ja fast in und auswendig.. daher nichts neues
), ansonsten war nichts weiter beunruhigendes oder nennenswertes. (kurz nach 18 Uhr) Der Bus stoppte, wir mussten unsere Sachen packen, aussteigen und immer hinter den Betreuern her..
Ein Haus.. 96 Stufen hoch.. schweres Gepäck .. kurz in die Zimmer (nachdem nach einer halben Std dann endlich mal alle die Schlüssel hatten). Kurz frisch machen.. raus aus dem Gebäude.. erst mal einen halben Kilometer bis zur nächsten U Bahnstation gehen und dann noch Fahrkarten kaufen. Weiter, rein in die U Bahn bis zum Potsdamer Platz, wir gingen die Treppen rauf.. kalter Wind strömte uns entgegen.. WOW einfach unbeschreiblich.. nun war ich doch wahrhaftig in Berlin. Doch ich konnte nicht lange inne hatten, da die anderen schon weiter gingen und ich sie nicht verlieren durfte. Es dauerte nicht lange, bis wir vor dem Abgeordnetenhaus standen und alle reingingen. Einfach geil… die Treppe rauf.. rein in den Fraktionssaal. Was sahen unsere ermüdeten Augen? Cola.. Wasser und Essen in Hülle und Fülle.. Nach 10 Sekunden waren keine Colaflaschen mehr da. Zufrieden nahmen wir Platz und mussten auch nicht lange warten, bis die Berliner Jusos kamen, uns begrüßten, eine kurze Einführung gaben und uns dann zum Essenfassen aufforderten..
Dies ließen wir uns dann nicht 2x sagen und ein paar Minuten später standen wir alle zufrieden schmatzend an den Stehtischen und unterhielten uns. Nach dem Essen gingen wir dann zusammen zur nächsten U Bahnstation (nähe Checkpoint Charlie) und fuhren von da aus zum Kurt Schuhmacher Haus (Zentrale der Jusos) Dort bekamen wir unsere T Shirts und Taschen mit dem Material und wurden für den kommenden Tag in 4 Gruppen aufgeteilt, in denen wir in verschiedenen Bezirken Wahlkampf machen sollten. Natürlich wollte ich direkt mal ein Wahlkampfplakat von Klaus haben, das ich nach kurzer Zeit schon grinsend in den Händen hielt. Tja, danach war Freizeit angesagt, mit Gruppenkarten und Stadtplänen bewaffnet wurden wir in das Berliner Nahtleben entlassen… Was nun machen stellte sich mir die Frage, die in sekundenschnelle schon beantwortet war..
Ab zum Roten Rathaus und eine Begleitung war auch schon gefunden, nach einmal verfransen kamen wir dann doch am Bhf Alexanderplatz an, wo wir uns erst einmal beim MC Doof etwas zur Stärkung holten (Das Essen war ja auch schon mindestens 2 Std her ) Mit Pommes in der Hand gingen wir weiter.. nur noch ein paar Meter und… geschafft… Riesig!!! Sagenhaft!! Mir kleinem Landei wurde es dann doch etwas mulmig als ich so am Rathaus hoch schaute. Der Nachtwächter hatte einen heiden Spaß…. um das erst mal zu verdauen, dass ich nun endlich am Ziel angekommen war, musste ich mich erst einmal setzen.
Ne halbe Std müssen wir da gesessen haben, die Pommes gegessen und einfach nur gequatscht, bis wir uns dann doch mal auf den Weg zum Hostel gemacht haben. Dort angekommen mussten wir leider warten, da keiner von uns einen Schlüssel hatte. 10 Minuten später kam dann Gott sei Dank eine Zimmergenossin von mir und nahm uns mit rein. Aber an Schlafen war dann doch noch nicht zu denken…. bis 3 Uhr in der Früh saßen wir noch im Aufenthaltsraum und haben einfach nur gequasselt.
Samstag Morgen…
Nach ein bisschen Schlaf saßen wir dann alle um 8 Uhr am Frühstückstisch und stärkten uns für den bevorstehenden Wahlkampf. Um 9 ging es dann los, in unsere Gruppen aufgeteilt strömten wir auseinander. Für mich hieß es jetzt auf nach Tempelhof Schöneberg… da angekommen lernten wir unseren Direktkandidaten kennen, den wir zusätzlich vertreten sollten.
Er teilte uns noch einmal in 2 Gruppen ein, eine blieb beim Stand und meine wurde von vorne und hinten mit einem Wahlplakat von ihm bestückt und wir durften durch den Bezirk ziehen.
Bis zum Mittagessen war es nicht mehr lang, also entschlossen wir uns einfach nur noch Flyer in die Briefkästen zu stecken und dann ab zum Restaurant, wo schon leckere Pizzen auf uns warteten.
Frisch gestärkt ging es dann weiter… die einen wieder an den Stand und wir mit Kreide durch die Straßen und überall irgendwelche Botschaften hingeschrieben…
Als die ganze Kreide dann leer war, gingen wir wieder zurück zum Stand und bekamen Faltblätter zum verteilen.. 2 Std und unzählige Faltblätter später, brachen wir dann nach Kreuzberg zum gemeinsamen Essen auf.
Ich bekam keinen Bissen runter (die Pizza hatte gereicht)
Lange dauerte es nicht, bis wir dann unseren (mindestens 4 km Marsch) durch die Stadt zum Lido (toller Club) antraten, wo wir dann auch noch Klaus Wowereit treffen sollten.
Irgendwann kamen wir dann an, bekamen ein freies Getränk und warteten auf Wowi. Ich gesellte mich zu ein paar Jusos, die draußen standen und wartete dort, doch anstatt Wowi kam zuerst einmal Ingeborg Junge Reyer (Stadtentwicklungssenatorin), gab mir die Hand und ging rein. 10 Minuten später kam dann endlich Wowi, er stieg aus, begrüßte ein paar und erblickte mich. (Wir kannten uns ja schon flüchtig) Nach einem kurzen Plausch, ein paar Autogrammen und Fotos, gesellten wir uns alle rein und tanzten etwas. Irgendwann sollten wir alle raus, um Fotos zu machen…
Ja, Wowi hatte seinen berühmten Wowibär mit, den es nur auf seiner Page zu gewinnen gab.. Den wollte ich natürlich haben..
Nachdem ich dann von ihm als Rheinlandpfälzisches Maskottchen betitelt wurde und mir noch so einige Scherze gefallen lassen musste.. hatte ich den kleinen Bären in der Hand.. sogar mit Autogramm. Wowi blieb nicht mehr lange, er verabschiedete sich von uns und fuhr. Gegen 1 bin ich dann mit einigen auch weg.. wir wären eigentlich auf direktem Weg zum Hostel gekommen, wenn nicht eines der Mädels auf die glorreiche Idee gekommen wäre eine Station früher aus der Bahn auszusteigen und mit dem Bus zu fahren… Bus wäre erst 50 Min später gefahren und so mussten wir mit schmerzenden Füßen ca 3 km laufen.
Diesmal hatte ich den Zimmerschlüssel…
Allein im Zimmer… ich packte schon mal die Sachen ein, die ich nicht mehr brauchte und dachte danach über den Tag nach.. Wehmut packte mich, da ich ja schon bald wieder nach Hause musste. Irgendwann muss ich wohl eingepennt sein..
Sonntag Morgen
Mein Handy weckte mich, es waren 9 Uhr, Anziehen, fertig machen, Koffer packen und raus zum Bus..
Sind dann noch in die Nähe vom Anhalter Bahnhof zum Frühstück gefahren, danach mussten wir per Bahn zu einer Anti Nazi Demo..
Holla das war was.. mir war schon echt mulmig, aber wir waren in der Überzahl… und Gott sei dank gab es keinerlei Übergriffe mehr.
So gegen 13 Uhr fuhren machten wir uns dann auf den Heimweg.
Mir wurde das Herz ganz schwer.. wehmütig blickte ich zurück…
Es war super geil!